Dass Vitamine wichtig für den menschlichen Körper sind, das ist vielen Menschen bekannt. Aber auch Spurenelemente sind immens wichtig und können, bei zu geringer Zufuhr, zu Mangelerscheinungen führen. Spurenelemente, das sind alle Mineralstoffe die weniger als 0,01% des Körpergewichts ausmachen. Ebenso wie Vitamine, so kann man auch die Spurenelemente in zwei Kategorien einteilen: In essentielle und nicht-essentielle. Erstere sind für den menschlichen Körper lebensnotwendige Elemente, die man durch die Nahrung zu sich nimmt. Nicht-essentielle sind somit für den Körper nicht lebensnotwendig.
Spurenelemente von Arsen bis Zink
Arsen ist, dank vieler Krimis, vor allem für seine toxische Eigenschaft bekannt. Doch Arsen ist auch im Stoffwechsel miteingebunden und bindet spezifische Enzyme an sich. Welche Funktionen dieses Spurenelement im Körper übernimmt ist bislang noch wenig erforscht. Man vermutet jedoch, dass es Einfluss auf bestimmte Prozesse im Bereich der Gene hat. Eine besondere Aufmerksamkeit bei der Zufuhr von Arsen muss nicht gegeben sein, da es in fast allen Nahrungsmitteln und sogar Getränken vorkommt. Selbst ein Liter Wasser enthält 2 Mikrogramm Arsen.
Bor gehört zur Gruppe der Ultraspurenelemneten, d.h. dass ein täglicher Bedarf von weniger als 1 Milligramm ausreicht. Bei diesem Element handelt es sich um ein Halbmetall, das neben dem Diamanten das härteste Element ist. Besonders in Haaren, Knochen, Zähnen und Fingernägeln ist Bor enthalten. Doch, auch wie bei Arsen, ist man sich noch nicht völlig über seine Funktion im Klaren, vermutlich ist es für den Gehirnstoffwechsel bedeutsam. Dieses Spurenelement ist vor allem in Nüssen, Rosinen, Hülsenfrüchten, grünem Blattgemüse und Obst enthalten. Bier- und Weinliebhaber können sich ebenfalls freuen, denn auch in diesen Getränken ist es vorhanden.
Chrom spielt insbesondere für den Kohlenhydrat-Stoffwechsel im Körper eine wichtige Rolle. Aber auch für die Schilddrüse, die Produktion von Eiweißen und für das Hormon Insulin übernimmt es wichtige Funktionen. Vor allem in Lunge, Leber, Milz und Herz ist es vorzufinden. Fleischprodukte, aber auch Hülsenfrüchte, Schokolade, Käse und Honig sind wichtige Chrom-Lieferanten.
Eines der bekanntesten Spurenelemente ist Eisen. Mehr als die Hälfte dieses Spurenelementes befindet sich in den roten Blutkörperchen, dem sogenannten Hämoglobin. Eisen ist vor allem für die Bindung von Sauerstoff an das Hämoglobin zuständig. Eisenmangel kann häufig auftreten, man fühlt sich müde und schlapp. Ein Gros der Menschen leidet an Eisenmangel aufgrund einer einseitigen Ernährung. Durch eine ausgewogene Ernährung kann man dem vorbeugen. Eisen ist vor allem in Fleisch, Brot und grünem Gemüse enthalten. Durch gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C wird die Eisenaufnahme verbessert. Frauen haben durch die Menstruation und auch durch Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf an Eisen, in Deutschland haben daher nur 14 % der Männer eine zu geringe Eisenaufnahme, aber 56% der Frauen. Eisen ist nicht gleich Eisen! Tierische Lebensmittel, die Eisen enthalten werden vom Körper besser aufgenommen, als pflanzliche, das auch den häufigen Eisenmangel bei Vegetariern erklärt.
Fluorid ist mitunter für die Bildung der Knochen und dessen Wachstum verantwortlich. Auch für die Zähne ist es von immenser Wichtigkeit und für dessen Stärkung. Auch im Kampf gegen Karies unterstützt es den Körper. Vor allem Fisch, Trinkwasser und schwarzer Tee sind fluoridhaltig.
Jod ist sehr vielseitig und kann auch als Desinfektionsmittel und Medikament bei Schilddrüsenleiden eingesetzt werden. Dieses Spurenelement ist ein Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Vor allem während der Schwangerschaft muss man auf eine erhöhte Zufuhr von Jod achten, da es für das Wachstum des Kindes von essentieller Bedeutung ist. Vor allem Fisch, unter ihnen Lachs, Schellfisch und Scholle, sind wichtige Jodlieferanten.
Kobalt ist ein Schwermetall, das in unserem Körper für die Bildung von Hämoglobin verantwortlich ist. Die Leber ist der Hauptspeicherort für dieses Element. Es ist ein Bestandteil des Vitamins B12, so dass es in allen Lebensmitteln vorkommt, die auch B12 enthalten. Insbesondere Innereien, sowie Milch und Eier sind daher Lieferanten.
Auch Kupfer ist ein wichtiges Spurenelement, das dem Körper täglich zugeführt werden muss. Nüsse, Hummer und Vollkorngetreide, aber auch Kakao enthalten viel Kupfer und eignen sich daher um für einen ausgewogenen Kupferhaushalt zu sorgen. Ohne Kupfer würde die intakte Blutbildung zusammenbrechen und das Nervensystem wäre möglicherweise geschädigt.
Lithium wird vor allem als Therapiemittel bei Depressionen eingesetzt. Daher vermutet man, dass es eine Funktion innerhalb des zentralen Nervensystems einnimmt, jedoch hat man bislang noch keine Beweise dafür. Zu den wichtigsten Lieferanten zählen Fleisch, Milch, Butter und Eier.
In den Nieren, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und in den Knochen trifft man häufig das Spurenelement Mangan an, das vor allem Bestandteil diverser Enzyme, und damit lebensnotwendig, ist. Für den Aufbau von Bindegewebe und die Bildung von Harnstoff ist ebenfalls Mangan notwendig. Getreideprodukte, grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse versorgen den Körper mit Mangan.
Durch Reis, Petersilie und Volkornprodukte wird der Stoffwechsel angeregt. Denn in diesen Nahrungsmitteln ist das Spurenelement Molybdän enthalten.
Ein weiteres wichtiges Spurenelement ist Nickel. Man vermutet, dass es bei der Eisenverwertung mitbeteiligt ist und zudem mitverantwortlich für den Aufbau von Nukleinsäure, ein wichtiger Bestandteil der DNA. Kakao, Nüsse, Obst und Getreide sind unter anderem gute Nickel-Versorger.
In den Muskeln, den Nieren und der Leber ist ein weiteres Spurenelement beheimatet, das Selen. Es ist Bestandteil einiger Enzyme und mitverantwortlich für die Entgiftung des Körpers. Und auch für die eitlen Menschen ist Selen von essentieller Bedeutung, denn es schützt die Haut vor der UV-Strahlung und kann damit der vorzeitigen Hautalterung vorbeugen. Es kommt vorwiegend in Fisch und Fleisch vor.
Silizium kann durch das Essen von Kartoffeln aufgenommen werden. Wer Wert auf gesunde Knochen und ein straffes Bindegewebe legt sollte daher Kartoffeln essen.
Das Spurenelement Vanadium gehört zu den bisher weniger erforschten Elementen. Man vermutet, dass es für den Stoffwechsel mitverantwortlich ist. Das Vorkommen konnte in Pflanzenöl nachgewiesen werden.
Last but not least: Zink. Dieses Spurenelement ist unter anderem für die Haut, die Augen und das Immunsystem mitverantwortlich. Äußerst viel Zink ist in Austern und Leber vorhanden. Aber auch für diejenigen, die diese Speisen nicht zu ihren Favoriten zählen, müssen keine Angst vor einem Mangel haben, denn auch in Käse und in Garnelen ist viel Zink enthalten.
Durch eine ausgewogene Ernährung nimmt der Mensch automatisch alle wichtigen Spurenelemente für den täglichen Bedarf zu sich, so dass nur wenige wichtige Präparate nicht notwendig sind. Also: Guten Appetit!
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